Internationale Labyrinthkongresse
Rückblick auf den 3. Internationalen Labyrinth Kongress 2005 (Wetzlar)
Berichte und Ergebnisse des 3. Internationalen Labyrinth Kongresses
Von Agnes Barmettler und Rosmarie Schmid, labyrinth-international.org.
Der Kongress war organisiert und getragen von “Labyrinth-Projekt-Wetzlar e.V.”, der Volkshochschule und des Frauenbüros der Stadt. Mitbeteiligt waren einige Frauen aus verschiedenen Bereichen und Regionen. Teilgenommen haben vor allem Vertreterinnen und Vertreter von Labyrinthplätzen der deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ausser den TeilnehmerInnen am ganzen Kongress gab es viele Tagesgäste, welche die Gespräche und Erfahrungen teilten und bereicherten.
Die reichen Angebote, Workshops, Ausstellungen, Vorträge und Gesprächsrunden haben einen gültigen Überblick gegeben zur Bedeutung des Labyrinthes in der heutigen Zeit. Jeder Labyrinthplatz ist autonom; die Kongresse entsprechen einem Bedürfnis nach dem Austausch von Erfahrung und Erkenntnis. Sie sind notwendig in der Art einer Wanderuniversität.
Weitere Beiträge zum Kongress befinden sich auf:
- Der Seite des
Labyrinthplatz Wetzlar - Der Seite von
Ilse Seifried
OPEN SPACE I
Thema waren Fragen zur internationalen Vernetzung. Die rege Diskussion führte zu folgenden Beschlüssen der TeilnehmerInnen:
- Die direkte Begegnung der Labyrinthverantwortlichen ist nach wie vor die wichtigste Form unserer Kommunikation.
- Die Kongresse sind ein wichtiges Angebot und sollen deshalb alle zwei bis drei Jahre stattfinden. Zur Abklärung für die nächste Durchführung haben Orte von Deutschland Ost (Dresden und Helfta) und Genf den Vorzug bekommen.
-
Die Website
[www.labyrinth-international.org] ist als Forum für gegenseitige Informationen, Auskünfte und Austausch etc. entstanden. Diese Möglichkeit soll nun rege benutzt werden, indem Labyrinthverantwortliche die Website mit je eigenen Schwerpunkten, Mitteilungen und Bildern füllen. - Der 13. Oktober wird zum Internationalen Labyrinthttag erklärt: Ab 18:00 Uhr (Ortszeit) versammeln sich alle Interessierten auf einem Labyrinth ihrer Wahl. Sie wissen sich verbunden mit den Versammelten auf andern Labyrinthplätzen, “versorgen” einander mit Wünschen und guten Energien für das Zusammenleben aller Wesen auf diesem Planeten. Darin ist die Hoffnung und das Begehren verborgen, dass diese Kräfte sich über die ganze Erde ausbreiten.
Schön wäre es, diesen Abend mit einem Feuer- oder Lichterlabyrinth zu feiern.
Wir hoffen, dass der Labyrinthtag schon am 13. Oktober dieses Jahres an vielen
Orten begangen wird und erwarten mit Spannung Kurzberichte und Fotos für die Website
OPEN SPACE II
Thema war die Frage: Sind Gegensätze normal – oder egal?
Eine Diskussion über Werte und Wertungen mit ihren Relationen und Relativierungen.
Das Labyrinth eignet sich besonders gut dazu, komplexe, ja: paradoxe Zusammenhänge zu erforschen. Die ständig wechselnden Standpunkte zwischen Eingang und Ausgang ermöglichen je neue Einsichten, fördern ein vernetztes Denken beider Hirnhälften, ein Verstehen mit Kopf und Fuss, Herz und Hand. Wie im Labyrinth sind Standpunkte immer je verschieden und gleichzeitig normal, egal – je nach dem wo ich stehe. Sie sind also gleichwertig, das heisst in einem tieferen Sinne egal. Die Gruppe in diesem OPEN SPACE stellte ihr Gespräch zu diesem Thema als Weg durch ein Labyrinthbild dar.
Der labyrinthische Weg ist wie eine Schnur mit zwei Enden, die sich schliessen: Anfang und Ende sind in diesem Sinne egal. Sie sind zwei Extreme ein und derselben Sache, und alles was dazwischen ist, gehört gleichwertig dazu.
Am Anfang des Weges kam der Satz zu stehen: DER KRIEG IST DIE GRÖSSTE LÜGE.
Am Ende des Weges stand dicht dabei als letzter Satz: DAS NORMALE IST DER FRIEDEN.
Dazwischen gab es viele Standpunkte auf dem ganzen Gang durchs Labyrinth. Einig waren wir uns am Ende des Weges: Es braucht eine enorme Auseinandersetzung, um herauszufinden: Was ist FÜR MICH normal? Was ist FÜR DICH normal?
Von daher gelangte die Gruppe – ganz kurz gesagt – zu der Erkenntnis: Das Normale ist vielschichtig wie das Labyrinth. Gegensätze werden egal, da sie einander entsprechen, aufeinander verweisen – und notwendig sind.
Wer will an diesen Fragen im Zusammenhang des Labyrinths weiterdenken und die Erfahrungen austauschen?
Bitte schreib an <kongress@labyrinth-international.org>.





translate
traduire